Enric Palomar zählt zu den führenden Komponisten der spanisch-katalanischen Musikszene und ist bekannt für ein vielfältiges Oeuvre, dass eine aktuelle musikalische Sprache mit den Wurzeln der tradiotionellen spanischen Musik verbindet.

Sein Werk umfasst unterschiedliche Gattungen wie Oper, Ballett, sinfonische Werke und Kammermusik. Seine erste Oper Ruleta wurde 1998 im Mercat de les Flors Barcelona uraufgeführt. 2005 debütierte er in Deutschland mit der Oper Juana, von dem Opernhaus Halle uraufgeführt und anschließend im Teatre Romea Barcelona sowie im Staatstheater Darmstadt gespielt. Das Gran Teatre del Liceu de Barcelona beauftragte Palomar mit der Valle-Inclán Vertonung La cabeza del Bautista (Das Haupt des Täfers), mit großem Erfolg dort 2009 uraufgeführt.

2011 fanden die Uraufführungen seines Klavierkonzerts mit dem Barcelona Symphony Orchestra (OCB) sowie -als Auftragswerk des Spanischen Nationalballetts- seine Tanzkomposition Negro-Goya statt.

Als vielseitig interessierter stilistische offener Komponist arbeitete Palomar auch mit renomierten Flamenco Künstlern wie dem Sänger Miguel Poveda und den Gitarristen Tomatito und José Antonio Rodríguez. Darüber zeichnen viele seiner Werke die Auseindanersetzung mit Flamenco und anderen populären Musikformen aus, wie Poemas del Exilio, Lorca al Piano, Thamar y Amnón.

Seit 2010 ist Enric Palomar Künstlerischer Direktor und Kompositionsdozent an der Musikhochschule Taller de Músics de Barcelona, wo er 2013 mit "young talents" seien Kantanten Nunca los daré por muertos und Geografia Espriu uraufführte.

Enric Palomar lebt in Barcelona und Berlin.